BERLIN

 
 

Kurz entschlossen, machten wir Anfang der Ferien einen Berlintrip. Siegessäule, Pariser Platz, deutsches Museum, Tiergarten, Universität, natürlich das Brandenburger Tor!…

 

Auch als Hundebesitzerin, die lange Spaziergänge gewohnt ist, hatte ich platte Füße, der Rücken tat weh und irgendwann konnte ich mir nichts mehr merken, war dies der Bundesrat, -tag, -amt?!….Pausen sind doch auch wichtig, oder?

 

Sehenswert war es auf alle Fälle, nette Leute, gutes Wetter, Kuhdamm, Berliner Weiße, abends im See baden und mit einem Glas Rotwein den Sonnenuntergang genießen, was braucht man mehr?

 

Die Berliner, wie wir sie kennen lernten, waren sehr hundefreundlich. Nur unsere kleine 4 Monate alte Hündin Freya begleitete uns, da sie zu Hause doch noch so einiges anstellt, was ich meinen Eltern nicht wirklich zumuten wollte. Auch, fanden wir, käme es der Sozialisierungsphase nur zu Gute und insgeheim hatte ich zumindest einen Hund bei mir (geht halt nicht ohne).

 

Freya benahm sich wie unsere „alte" Hündin, war extrem entspannt, ließ sich verwöhnen, nutzte die Zeit für einen Knochen, den sie liegen lassen konnte, um ihn später weiter zu traktieren. So etwas kommt Zuhause nicht vor, lässt man was liegen, ist es allzu schnell in neuem Besitz. Ausgiebig ließ sie sich den Bauch kraulen und sich mit Leckereien verwöhnen, eben ein" Einzelkind".

Überall war sie dabei. Das Brandenburger Tor war am Aufregendsten für sie. Viele, viele Menschen und auch Hunde. Merkwürdig verkleidete Personen zeigten sich als Soldaten, Marionetten, oder Star Wars Helden. Die waren ihr nicht so geheuer, konnte man doch weder Augen, noch Mund erkennen.

 

Nach dem ganzen Trubel, wollten wir zumindest die Kuppel des Reichstags von außen sehen und den Bundestag. Freya hatte keine Meinung mehr und trotte mit viel „Schnupperpausen" hinter uns her.

 

Alles war abgesperrt für unsere wichtigen Politiker, überall Polizisten. Ich glaube in Bad Bramstedt würde keiner der Herrschaften vorbeikommen, dort gibt es mehr Auen, als Polizisten…

 

Wir schlenderten an einem vorbei, als Freya direkt auf der Auffahrt zum Amt die Bremse zog. Ein Haufen wurde perfekt mittig platziert, vor dem Hinweisschild -Kanzleramt-. Kann doch mal vorkommen, direkt so vor dem Kanzleramt, oder?

 

Große braune Terrier-Knopfaugen, Marke Steiff, fixierten mich. Ja, schau du nur zu, wie Frauchen deine Hinterlassenschaften vor der repräsentativen Auffahrt einsammelt!

 

Ein großes Grinsen huschte doch fast jedem Passanten übers Gesicht, der vorbei kam. Selbst meine Entschuldigung gegenüber dem Ortungshüter, dass dies bestimmt nichts mit der politischen Situation zu tun hätte, veranlasste Unzählige zum ausgiebigen Lachen.

 

Freya war dies schier schnuppe, konnte sie doch jetzt gelöst mit uns weitergehen.

 

Na ja, wir hätten es uns früher denken können, Jack Russell Terrier in Berlin, das kann nur für Aufregung sorgen.

 
 
 
 

 



 

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